Wenn du jahrelang Broschüren, Flyer und Newsletter in Microsoft Publisher gebaut hast, hat dich die Ankündigung der Einstellung wahrscheinlich getroffen. Jede .pub-Datei auf deinem Laufwerk wirkt auf einmal wie ein Risiko. Die gute Nachricht: Das Speichern als PDF dauert ein paar Klicks pro Datei, und sobald deine Dateien PDFs sind, kannst du sie sogar auf Flipbooks AI in interaktive Seiten verwandeln. Dieser Artikel führt dich durch den ganzen Ablauf, vom ersten Export bis zu einem sauberen, geordneten Archiv.
Kurzfassung: Öffne jede Datei in Publisher, solange du es noch kannst, exportiere sie mit der passenden Qualitätseinstellung als PDF, prüfe Schriften und Bilder und speichere die PDFs dann an einem sicheren Ort. Tu das jetzt, nicht erst, wenn der Support endet.
Was die Einstellung bedeutet
Microsoft hat angekündigt, dass Publisher im Oktober 2026 eingestellt wird. Die App bekommt keine Updates mehr, und neuere Microsoft-365-Versionen enthalten sie nicht mehr. Deine Dateien verschwinden nicht über Nacht, aber das Risiko wächst jeden Monat.

Wen es betrifft
Publisher war nie ein glänzendes Tool, aber es hat still eine Menge kleiner Betriebe am Laufen gehalten:
- Lokale Geschäfte, die wöchentliche Flyer und Preislisten drucken
- Schulen und Kirchen, die Newsletter und Veranstaltungsprogramme erstellen
- Immobilienbüros, die Objektbroschüren gestalten
- Non-Profit-Organisationen, die Spendenbriefe und Jahresberichte gestalten
- Restaurants, die gedruckte Karten layouten
Was mit PUB-Dateien passiert
Eine PUB-Datei ist ein proprietäres Format. Kaum ein anderes Programm öffnet sie gut. Online-Betrachter, Google Docs, Canva und Affinity haben alle ihre Mühe damit, und das Ergebnis sind oft kaputte Textfelder oder fehlende Bilder. Sobald Publisher von deinem Rechner verschwunden ist, wird die Datei zu einer verschlossenen Kiste.
⚠️ Warnung: Warte nicht, bis dein alter Computer ausfällt oder dein Microsoft-365-Tarif aktualisiert wird. Exportiere, solange die Software noch läuft.
Warum PDF das sicherste Ziel ist
PDF ist das eine Format, das jedes Gerät, jeder Browser und jeder Drucker lesen kann. Es fixiert Schriften, Bilder und Layout genau so, wie sie gestaltet wurden, und genau das ist es, was Publisher-Nutzer wollen.
| Format | Behält das Layout | Öffnet sich überall | Bearbeitbar | Ideal für |
|---|
| PUB | Ja | Nein | Nur in Publisher | Nichts, für die Zukunft |
| PDF | Ja | Ja | Eingeschränkt | Archiv, Druck, Teilen |
| DOCX | Teilweise | Meistens | Ja | Textlastige Dokumente |
| PNG oder JPG | Ja (flach) | Ja | Nein | Social-Media-Beiträge, Vorschauen |
| Flipbook (aus PDF) | Ja | Ja (Browser) | Zum Aktualisieren neu hochladen | Kataloge, Broschüren, Newsletter |
PDF im Vergleich zu bearbeitbaren Formaten
Wenn du ein Design weiter bearbeiten musst, reicht das PDF allein nicht aus. Deshalb behalten viele Leute das PDF als Hauptkopie und bauen nur die Designs neu, die sie tatsächlich noch ändern wollen. Der Großteil alter Dateien, etwa der Newsletter vom letzten Jahr, muss einfach nur erhalten bleiben.
Warum zwei Kopien sinnvoll sind
Exportiere alles Wichtige zweimal: einmal als hochwertige Druckversion und einmal als kleine Online-Version. Druckversionen können 40 MB oder mehr erreichen, was umständlich zu mailen ist. Eine schlanke Version lädt auf dem Telefon schnell.
Vor dem Export: Vorbereitung
Ein paar Minuten Vorbereitung verhindern die häufigsten Probleme später.

Jede PUB-Datei finden
Dateien verstecken sich an mehr Orten, als du denkst. Suche nach *.pub in:
- Deinen Ordnern „Dokumente“ und „Desktop“
- OneDrive, Dropbox und Google Drive
- Alten USB-Sticks und externen Laufwerken
- E-Mail-Anhängen, die du an Druckereien geschickt hast
- Einem gemeinsamen Netzwerkordner im Büro
Gib im Windows-Explorer in der Suchleiste *.pub ein und sortiere nach dem Datum der letzten Änderung. Alles, was du in den letzten drei Jahren bearbeitet hast, verdient zuerst Aufmerksamkeit.
Verknüpfte Bilder und Schriften prüfen
Publisher kann Bilder verknüpfen, statt sie einzubetten. Wenn ein verknüpftes Foto verschoben wurde, zeigt dein Export ein leeres Feld. Öffne Datei > Informationen > Verknüpfte Grafiken korrigieren, um diese vor dem Export zu reparieren.
Schriften sind genauso wichtig. Wenn du eine dekorative Schrift verwendet hast, die nur auf einem alten Computer installiert ist, exportiere auf diesem Computer. Das PDF bettet die Schrift ein, und du brauchst sie danach nie wieder.
💡 Profi-Tipp: Führe den Export nach Möglichkeit auf demselben Rechner aus, auf dem die Datei erstellt wurde. So vermeidest du fast alle Probleme mit Ersatzschriften.
Einen Arbeitskopie-Ordner anlegen
Lege einen Ordner namens PUB-to-PDF an und kopiere deine Originale hinein. Exportiere niemals direkt am Original. Bewahre die unveränderten Originale in einem separaten Backup auf, falls ein künftiges Tool sie besser lesen kann.
So exportierst du eine PUB-Datei als PDF
Hier ist die Standardmethode. Sie funktioniert in Publisher 2010 und in jeder Version seitdem.

Schritt-für-Schritt-Export
- Öffne die PUB-Datei in Publisher.
- Klicke auf Datei und dann auf Exportieren.
- Wähle PDF/XPS-Dokument erstellen und klicke dann auf PDF/XPS erstellen.
- Wähle im Dialog einen Speicherort und einen Dateinamen.
- Klicke auf Optionen und wähle die Qualitätsstufe (siehe Tabelle unten).
- Aktiviere Dokumenteigenschaften einschließen und Dokumentstrukturtags für Barrierefreiheit, wenn du eine durchsuchbare, barrierefreie Datei möchtest.
- Klicke auf OK und dann auf Veröffentlichen.
Die richtige Qualitätseinstellung wählen
| Einstellung | Dateigröße | Bildqualität | Verwenden, wenn |
|---|
| Minimale Größe (Online-Veröffentlichung) | Sehr klein | Niedrig | E-Mail-Anhänge, schnelle Vorschauen |
| Standard (Online-Veröffentlichung und Druck) | Mittel | Gut | Die meisten Websites und Bürodrucker |
| Hochwertiger Druck | Groß | Hoch | Professionelle Druckereien |
| Kommerzieller Druck | Am größten | Am höchsten | Offsetdruck, CMYK-Workflows |
Zum Archivieren wähle Standard. Für alles, was eine Druckerei irgendwann erneut verwenden könnte, speichere zusätzlich eine Kopie mit Hochwertiger Druck.
Drucken als PDF als Backup
Manchmal scheitert der Exportdialog bei einer beschädigten Datei. Ein zuverlässiges Backup ist der Weg über den Drucker:
- Drücke in Publisher Strg + P.
- Wähle als Drucker Microsoft Print to PDF.
- Klicke auf Drucken und vergib einen Dateinamen.
Dabei wird alles in eine bildähnliche Ansicht umgewandelt. Text bleibt womöglich markierbar, aber Hyperlinks und Tags gehen verloren. Betrachte diese Methode deshalb als Notlösung.
Viele Dateien auf einmal umwandeln
Wenn du hunderte PUB-Dateien hast, ist es mühsam, jede einzeln zu öffnen. Ein paar Optionen machen es schneller.
Ein kurzes Makro verwenden
Publisher unterstützt VBA. Ein einfaches Makro kann einen Ordner mit PUB-Dateien öffnen und jede einzelne exportieren. Auch wenn du noch nie Code geschrieben hast, spart dir ein kurzes Skript aus einer vertrauenswürdigen Quelle und ein Testlauf mit fünf Dateien Stunden.
Mit LibreOffice umwandeln
LibreOffice Draw kann einige PUB-Dateien direkt öffnen. Die Ergebnisse schwanken: Einfache Flyer mit Text und Fotos funktionieren meist, während aufwendige Layouts mit WordArt oder Spezialeffekten oft brechen. Vergleiche die Ausgabe immer mit dem Original, bevor du etwas löschst.
Deine Optionen vergleichen
| Methode | Geschwindigkeit | Genauigkeit | Nötige Vorkenntnisse |
|---|
| Manueller Export in Publisher | Langsam | Ausgezeichnet | Keine |
| VBA-Makro in Publisher | Schnell | Ausgezeichnet | Mittel |
| LibreOffice Draw | Schnell | Gemischt | Gering |
| Online-PUB-Konverter | Schnell | Gemischt | Keine |
⚠️ Warnung: Lade keine privaten Dateien wie Kundenverträge oder Kundenpreislisten bei unbekannten Online-Konvertern hoch. Nutze sie nur für Material, das ohnehin öffentlich ist.
Häufige Exportprobleme beheben
Auch ein sauberer Ablauf stößt manchmal auf Hindernisse. Dies sind die häufigsten.

Fehlende oder vertauschte Schriften
Wenn das PDF eine andere Schrift zeigt, war die Schrift beim Export nicht verfügbar. Installiere sie, öffne die Datei erneut und exportiere noch einmal. Öffne die PDF-Eigenschaften (Strg + D in Adobe Reader) und prüfe den Reiter Schriften, um zu bestätigen, dass alles eingebettet ist.
Unscharfe Bilder
Unschärfe entsteht fast immer durch die Einstellung „Minimale Größe“. Exportiere erneut mit Standard oder höher. Wenn das Originalbild von Anfang an eine niedrige Auflösung hatte, kann keine Exporteinstellung Details zurückholen.
Verschobene Textfelder
Text, der sich um ein paar Pixel verschoben hat, bedeutet meist eine Schriftabweichung oder einen anderen Druckertreiber. Stelle vor dem Export Microsoft Print to PDF als Standarddrucker ein und prüfe erneut.
Kaputte Hyperlinks
Links in Publisher bleiben nur beim Weg über Exportieren erhalten, nicht beim Drucken. Wenn dein Newsletter Links enthält, verwende immer Datei > Exportieren.
Kurze Fehlerliste
- Leere Felder: Bilder neu verknüpfen
- Falsche Schriften: auf dem ursprünglichen Computer exportieren
- Riesige Dateien: Standard statt Kommerzieller Druck wählen
- Fehlende Seiten: ausgeblendete Hauptseiten und den Seitenbereich prüfen
- Verstümmelte Zeichen: mit PDF/A-Kompatibilität exportieren, falls verfügbar
Dein neues PDF-Archiv ordnen
Das Umwandeln ist nur die halbe Arbeit. Ohne Ordnung tauschst du einfach ein Chaos gegen ein anderes.
Dateien einheitlich benennen
Verwende ein Muster wie 2025-03_spring-newsletter.pdf oder menu_dinner_v3.pdf. Mit dem Datum vorne sortieren sich die Dateien chronologisch. Vermeide Leerzeichen und Sonderzeichen, wenn du online veröffentlichen willst.
Eine einfache Ordnerstruktur anlegen
| Ordner | Inhalt |
|---|
| 01_Originale_PUB | Unveränderte Quelldateien |
| 02_PDF_Druck | Hochwertige Exporte |
| 03_PDF_Web | Standard- oder kleine Exporte |
| 04_Veröffentlicht | Dateien, die bereits online sind |
Drei Backups aufbewahren
Halte dich an die klassische Regel: drei Kopien, auf zwei verschiedenen Speichertypen, davon eine außer Haus. Ein Cloud-Laufwerk plus eine externe Festplatte reicht dafür.
✅ Bewährte Methode: Teste dein Backup, indem du fünf zufällige PDFs auf einem anderen Gerät öffnest. Sehen sie richtig aus, ist dein Archiv wirklich gesichert.
PDFs in Flipbooks verwandeln
Ein Ordner mit PDFs ist sicher, aber nicht einladend. Kunden haben keine Lust, eine 30-MB-Datei herunterzuladen, nur um deine Karte zu lesen. Hier lohnen sich Flipbooks.

Warum überhaupt neu veröffentlichen
Ein Flipbook ist eine browserbasierte Version deines PDFs mit realistischem Umblättereffekt. Es lädt schnell, funktioniert auf Telefonen und lässt sich in jede Website einbetten. Für viele ehemalige Publisher-Nutzer ist das der naheliegende nächste Schritt: Deine Layouts bleiben identisch, aber die Leser bekommen ein besseres Erlebnis.
| Funktion | Einfaches PDF | Flipbook |
|---|
| Umblättereffekt | Nein | Ja |
| Mobil nutzbar | Zoomen per Fingergeste | Responsiv |
| In eine Website einbetten | Umständlich | Ein Codeschnipsel |
| Leser verfolgen | Nein | Ja, mit Lesestatistiken |
| Passwortschutz | Eingeschränkt | Integriert |
| Immer aktuell | Manuell neu senden | Datei einmal ersetzen |
So erstellst du aus deinem exportierten PDF ein Flipbook
Folge diesen Schritten, sobald dein PDF fertig ist.
- Gehe zu Flipbooks AI und erstelle ein Konto.
- Öffne den PDF-zu-Flipbook-Konverter.
- Ziehe dein exportiertes PDF in den Upload-Bereich und warte auf die Umwandlung. Die meisten Dateien sind in weniger als einer Minute fertig.
- Passe das Aussehen an: Füge dein Logo hinzu, wähle Hintergrundfarben und lege einen Umblättereffekt fest.
- Füge bei Bedarf Multimedia hinzu, etwa ein kurzes Video oder Hintergrundmusik.
- Wähle, wie du es teilst: einen direkten Link, eine Einbettung auf deiner Website oder einen passwortgeschützten Link für private Inhalte.
- Veröffentliche es und teste den Link auf deinem Telefon.
Auf deinen Seiten erscheinen keine Wasserzeichen, und dein ursprüngliches PDF-Layout bleibt unangetastet.
Pro-Funktionen, die sich lohnen
Im Professional-Tarif erhältst du Lesestatistiken, Kontaktformulare und Offline-Downloads. Einen Vergleich findest du unter Tarife. Besonders die Statistiken zeigen, welche Seiten die Leute tatsächlich lesen, was gedruckte Flyer nie konnten.

Beispiele aus der Praxis
So gehen verschiedene Nutzer den Wechsel an.
Eine Boutique-Besitzerin
Eine Modeboutique hatte sechs Jahre lang saisonale Lookbooks in Publisher gebaut. Sie exportierte jedes als PDF und lud sie dann über das Tool Interaktiver Lookbook-Designer hoch. Ihre Kundinnen blättern jetzt auf dem Telefon durch die Kollektionen, und sie bettet das neueste auf ihrer Startseite ein.

Ein Schulbüro
Eine Schulsekretärin erstellte einen monatlichen Newsletter in Publisher. Jetzt exportiert sie ihn als PDF und veröffentlicht ihn mit dem Schulnewsletter-Ersteller. Eltern erhalten einen einzigen Link statt eines schweren E-Mail-Anhangs.
Eine Restaurantleitung
Ein Restaurant hatte seine Karten als PUB-Dateien gespeichert. Nach dem Export als PDF nutzte die Leitung den Restaurantkarten-Flipbook-Ersteller, damit ein QR-Code auf jedem Tisch immer auf die aktuelle Karte zeigt. Eine Preisänderung bedeutet nur, eine Datei zu ersetzen.
Ein Immobilienmakler
Ein Makler mit Dutzenden Immobilienbroschüren wandelte sie in PDFs um und veröffentlichte dann mit dem Immobilienbroschüren-Ersteller jedes Objekt mit einem teilbaren Link.
Welches Tool zu deinen Dateien passt
Sollst du Designs anderswo neu aufbauen?
Manche Dateien sind lebende Dokumente. Für sie brauchst du ein neues Bearbeitungstool.
Optionen für künftige Änderungen
Überlege, was du tatsächlich brauchst:
- Canva ist für Flyer und Social-Media-Grafiken am einsteigerfreundlichsten.
- Affinity Publisher passt am besten zu komplexen mehrseitigen Layouts.
- Microsoft Word reicht für einfache Newsletter und Briefe.
- Adobe InDesign eignet sich für professionelle Druckarbeiten, hat aber eine steile Lernkurve und monatliche Kosten.
Eine praktische Regel
Baue nur das neu auf, was du in den nächsten zwölf Monaten bearbeiten wirst. Archiviere den Rest als PDF. Das spart Dutzende Stunden und lenkt deine Aufmerksamkeit auf Dokumente, die sich noch lohnen.

Dein Aktionsplan für 7 Tage
Du musst nicht alles auf einmal erledigen. Ein kurzer Zeitplan hält es überschaubar.
| Tag | Aufgabe |
|---|
| 1 | Jedes Laufwerk und jeden Cloud-Ordner nach .pub-Dateien durchsuchen |
| 2 | Originale in einen sicheren Backup-Ordner kopieren |
| 3 | Deine 10 meistgenutzten Dateien als PDF exportieren |
| 4 | Schriften, Bilder und Links in jedem PDF prüfen |
| 5 | Die restlichen Dateien stapelweise exportieren |
| 6 | Das PDF-Archiv umbenennen und ordnen |
| 7 | Deine besten Dokumente als Flipbooks veröffentlichen |
Den Wechsel schmerzlos gestalten
Die Einstellung von Publisher ist ärgerlich, aber kein Desaster. Exportiere deine Dateien, solange die Software noch läuft, prüfe die Ergebnisse und bewahre deine PDFs an mehr als einem Ort auf. Dann gib deinem besten Material online ein zweites Leben.
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